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Bewegtbildexperimente. Nonlinear, fragmentarisch narrativ. Interaktiv (?!)
Nach Animated Art Video, nichtlinearer Doku, Videomix und Dekonstruktion jetzt interaktive 3D-Installationen. - Virtuelle Welten, Spielewelten.

Aktuelles Projekt:
VIDEOCITIES - Interaktive 3D Installation
Work in Progress 2008 ----

Tools: 3D Gamestudio (Leveldesign, Modeller, Skriptprogrammierung), Bildbearbeitung, Videoediting
Hardware: spielefähiger PC + Interface/ Steuerung (Tastatur, Wii-Remote) + Beamer + Ton
Datenträger: CD
Projektionswände 2,5 x 4 Meter, mobil, außen bemalt, schwarze Vorhänge, Installationsmaterial

Videocities nutzt die Gamedesigntools von 3D Gamestudio für die Realisierung von mehreren virtuellen Kunstwelten. Die Beamerprojektion einer solchen Kunstwelt ermöglicht im Zusammenspiel mit der Navigation/Steuerung ein immersives Erleben für den Nutzer (und auch die übrigen „Betrachter“ im Projektionsraum). Jeder Besucher kann teilhaben, jederzeit die Steuerung übernehmen und interaktiv bestimmen, wohin das Erleben dieser Kunstwelt führt. Ohne Interaktion würde das Ganze nicht funktionieren – der „Film“ würde stoppen.
Die in einem solchen Projektionsraum gezeigte Bildwelt ist nicht linear narrativ, sondern als kompliziertes Geflecht von der Steuerung des Benutzers und den dadurch ausgelösten Veränderungen innerhalb dieser Bildwelt angelegt.

Bildnerische Gestaltung der Kunstwelt Videocities - Leveldesign:
Verschiedene Stadträume – teils urbane Inseln in weiten (wüstenartigen) Landschaften, die oft labyrinthartig konstruiert sind. Bilder und Videos (und Texte) bedecken die Oberflächen der Wände und Bauten, „möblieren“ Plätze und Straßen. Diese „Oberflächen“ verweisen einerseits auf ein simuliertes Szenarium und den Kunstcharakter dieser Welt.
Andererseits ist diese extreme Bebilderung und „Betextung“ die Steigerung der in der Realität allerorts platzierten Gigaplakate und Monitorwände.

Interaktion:
Die Videoscreens „triggern“ auf Annäherung des Nutzers oder auf Tastatureingaben und beginnen abzuspielen. Im sog. „Walk Through“-Modus bewegen sich die Nutzer in „First Person View“ durch die Städte. Der User steuert so duch sein Verhalten/Annäherung die Videos, deren Struktur - in gewisser Weise eine temporäre Mehrkanalvideoinstallation - es allerdings zu erforschen gilt. Dasselbe gilt für Töne, die an verschiedenen Orten platziert sind, und für die massenhaft in der Stadt verteilten Bilder und Texte. Das Tempo des Nutzers beschreibt das Tempo und den Rhythmus dieses „interaktiven“ Films.
Denkbar sind vielfältige Interaktionsmöglichkeiten mit Hilfe der Programmierung und Platzierung von KIs (Künstliche Intelligenzen), wie sie für Gamedesign essentiell sind. Dies ist hier aber kein Spiel. Wenn sich Figuren/ Personen durch die Städte bewegen wie Passanten, so repräsentieren sie eine Erscheinung, sind ein Phänomen anstatt mit dem Benutzer zu interagieren. „Sie sind nicht real, verweisen vielmehr auf die Realität“ - (blubber).

Narration (?):
Für die Erzeugung einer immersiven Wirkung ist das Erleben eines interessanten Handlungsrahmens nötig: neben dem audiovisuellen Konzept ist das eine (hier rudimentäre) narrative Struktur. Die Kunstwelt von Videocities ist in mehrere verschiedene Stadträume
(1 – 6) unterteilt, die jeweils einen klar unterschiedlichen audiovisuellen Charakter aufweisen. Das ist bereits die Art des „Stadtraums“ - eng, unübersichtlich, offen, weit etc. -, das ist explizit aber das Ordnungsprinzip der benutzten Bilder und Videos: die Videofragmente von Sick and Bored of Being Sick and Bored kennzeichnen eine „Stadt“, eine andere wie etwa Ancient City hat klare historische Ausrichtung, indem alte Wochenschauen verwendet werden - usw..... Keine lineare Geschichte, dafür fragmentarische Narration, Verzweigungen, Kreuzungen, Ereignisse – die der Betrachter zusammenfügt.

Geplant sind 6 Stadträume - die folgenden 3 sind fertig:

 
                                  TV-CITY      Demovideo ( FLV - Video Teil 1   Teil 2   Teil3)  
                        ANCIENT CITY    Demovideo (FLV - Video Teil 1   FLV-Teil 2)  
 

                                VINCENTS CITY   Demovideo (WMV, FLV - Video Teil 1    Teil 2)

                              
  Zur Galerie der Screenshots & zur automatischen Diaschau

 

 
                                  SICK CITY  
                                     FUN CITY  
                                     ABSTRACT CITY  
 


Präsentation:
Als Rauminstallation: jeweils 1 Beamerprojektion auf eine Wand einer „Blackbox“. Steuerung an einer Konsole mit Maus/ Tastatur – in Erprobung ist ein kabelloses Controller-Interface - das Wii-Remote von Nintendo, damit der Nutzer sich frei bewegen kann.
Ton wird selbstverständlich kabellos auf mehrere Kopfhörer übertragen – eine Grundvoraussetzung für eine Multibeamer-Installation im Fünfeck- bzw. Sechseckraum.. Grundmodul ist jeweils eine Projektionswand 2.5 x 4 Meter. Mit diesen Wänden werden Räume gebaut (Fünfeck und Sechseck), wobei schmale schwarze Vorhänge zwischen den Wänden Zugänge für die Besucher bereitstellen.
Die Projektionswände sollen außen bemalt sein mit Motiven aus der jeweiligen dahinterliegenden Stadt der Kunstwelt Videocities - das Ganze optisch von außen eine Art „Jahrmarktsattraktion“, wie von mir seit den 80ern bei Installationen praktiziert. Die konstruierte Welt als eine einzige monströse Oberfläche aus Bildern – auch eine Art Neue Heimat. Eine virtuelle Variante von „Megacities“.....

Das Grundmodul einer Projektionswand kann einzeln wie auch als 5- oder 6-Eckraum verwendet werden. Schwarze Vorhänge in den Lücken sind gleichzeitig Zugänge. Ein abgedunkelter Raum ist Voraussetzung – ansonsten muss eine Dachkonstruktion gebaut werden. Die Bemalung bezieht sich auf die Projektion dahinter:

 
 

3D-Visualisierung des Projekts VIDEOCITIES:


Bemalte Außenwand der TV-CITY, vorgestellt bei der 1. Preview 11/ 2007 (Ausschnitt)
Acryl, Dispersion/ Nessel – 250 x 400cm, 2006:

 
 

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