Windows Media Encoder 9

 
  Der aktuelle Encoder benötigt XP oder WIN 2000. Der darin enthaltene WMV-Codec 9 erfordert wiederum den Player 9, über den der Codec bereitgestellt wird. Der alte Player 7 kann nur V 8 abspielen. Die gute Nachricht hierzu: der aktuelle Player 9 läuft auch auf alten WIN 98 - Betriebssystemen. Für Abwärtskompatibilität ist allerdings immer noch der V 7 bzw. V 8-Codec anzuraten, wie sie auch der Encoder 7.1 bietet. Tatsächlich lässt sich mittlerweile ein "Codecpack" für die alten Codecs (auch V1 - V3!) bei Microsoft herunterladen. Theoretisch kann also der Player 9 (und 10) sämtliche MS-Codecs abspielen, wie auch die alten Player 7 und 6.4. . Im Idealfall verarbeitet der aktuelle Player 10 alle Codecs. Zur Abwärtskompatibilität siehe die WMV-Einbindung.
Laut MS kodiert der aktuelle 9er deutlich effizienter (das scheint definitiv zu stimmen). Die Vorgehensweise beim Encoding ist beim 9er ziemlich ähnlich wie beim 7er.
Die Screenshots wurden auf einem WIN2k-System erstellt und jetzt Anfang 2006 etwas aktualisiert.................
 
   
  Die Variante mit Assistenten soll als erstes durchgehechelt werden - hier das Encoden einer Videodatei.  
   
 

Quell- und Ausgabedatei werden festgelegt. Der Encoder 9 produziert nur das aktuelle WMV (WMA). Das *.asf-Format bleibt auch hier aussen vor.

Die folgenden Optionen schauen etwas anders aus wie im Encoder 7.1 .
Achtung: Wir nehmen die Option Webserver, da wir normalerweisae keinen Windows Media Server zur Verfügung haben:

 
   
  Die Codierungsoptionen sind recht übersichtlich und einfach gehalten bzw. ungenau, da keinerlei Info über den verwendeten Codec gegeben wird
- was bedeutet denn Video mit geringer Bandbreite?:
 
   
  Der Assistent erwartet noch die üblichen Eingaben zu Titel etc. und dann gehts ans Fertigstellen. "Geringe Bandbreite" ist übrigens erbärmlich und sollte garnicht erst verwendet werden:  
 

 
 

CBR heisst Konstante Bitrate

Im eigentlichen Encodingfenster bekommt man noch mal alle Einstellungen und Informationen (die man vielleicht vorher vermisst hat). Ein Klick auf "Codierung starten" startet die Konvertierung. Hier findet Twopass-Encoding statt und in der Ansicht ist nur das Eingabefenster gezeigt. Erster Durchgang: Analyse, dann Konvertierung:

 
 
 
 


Nach der Fertigstellung gibt es noch eine Übersicht für die Nachkontrolle:

Das wars dann schon mit dem Assistenten. Mehr Möglichkeiten bietet die benutzerdefinierte Sitzung:

 
   
  Fast alles wird hier im Fenster Sitzungseigenschaften festgelegt. Hier die Quelle (Videodatei, die codiert werden soll) über den Durchsuchen-Button:  
 

Achtung: Es kann hier z. B. für Livestreaming zwischen verschiedenen Quellen umgeschaltet werden - also zwischen Livecam und diversen vorgefertigten Dateien von Festplatte! Dann muss die Option "Gerät und Datei" aktiviert sein.

Die 2. Methode besteht darin mit der Startoption "Eine Datei konvertieren" nach dem Fertigstellen-Dialog noch vor Codierung starten auf Eigenschaften zu klicken:


 
  Unter Ausgabe wird der Speicherort der fertigen Videodatei festgelegt. Die Option Indexdatei sollte aktiviert sein (ist voreingestellt).
Achtung: Unbedingt das Häkchen vor Vom Encoder anfordern entfernen ! Sonst wird das Videofile immer weiter und wieder kodiert... Sicherheitshalber sollte diese Einstellung erst zum Schluss vorgenommen werden, um dann mit "Übernehmen" in den Ecode-Modus zu wechseln!
 
   
  Das Fenster Komprimierung bietet schon mehr Möglichkeiten als der Assistent:  
   
 

Webserver oder Windows Media Server - wir nehmen den Webserver (einen Media Server muss man erst mal haben).
Wichtig: 2 Durchläufe und Zeitkonprimierung muss aktiviert sein (geht nicht bei Liveübertragung!).

Sodann wird gewählt, für welche Übertragungsbitrate codiert werden soll. Bevor wir Übernehmen klicken, gehen wir in das Bearbeiten-Fenster:

 
   
 

Hier kann unter Modus auch VBR - Variable Bitrate gewählt werden, ebenso kann der Codec spezifiziert werden.
Zeilensprünge brauchen wir nicht (dazu später mehr)..

Wichtiger ist die Einstellung der Videogröße (hier voreingestellt halbe Auflösung), die normalerweise auf 320 x 240 gesetzt wird (drunter ist das Video unansehnlich).

 
   
 

Die Einstellmöglichkeiten in diesen beiden Fenstern sind wirklich sinnvoll und effizient. Allerdings muss man ein wenig "kämpfen", bis auch wirklich alle "benutzerdefinierten" Einstellungen passen und vom Encoder auch akzeptiert werden!
Natürlich können individuell typische Einstellungen als Session-Profil abgespeichert werden.

Wir verlassen das Bearbeiten-Fenster und öffnen in Sitzungseigenschaften das Fenster Verarbeitung:

 
   
 

Hier ist es wirklich sinnvoll die Option Zeilensprünge entfernen zu aktivieren, da der Encoder 9 auch interlaced kodieren kann.
Ein Klick auf den Button "erkennen" startet einen Interlacetest mit anschließender Empfehlung, wobei fast immer zum Deinterlacen geraten wird.
Achtung: Sollten immer noch Kammartefakte vorhanden sein, immer vorher in Virtual Dub deinterlacen!

Noch die üblichen Eingaben zu Titel und Autor, und das wars dann schon.
Ein Klick auf Übernehmen, und im Encodingfenster kann der Codiervorgang gestartet werden (hier die 2-Monitoransicht):

 
   
 

 

Und wieder einmal hat Microsoft die Gier gepackt: nachdem das *.wmv-Format nicht wie gewünscht angenommen wurde, wird flugs mit dem VCM (Video Compression Manager) ein Tool aus dem Hut gezaubert, das wieder *.avi-Dateien ausgibt.

Praktisch ist der aktuellste Microsoft Windows Media Video 9 (= WMV3) erforderlich, also auch der aktuellste Player! Andererseits lassen sich mit dem VCM wiederum die neuen Codecs im 6.4 abspielen (der ganz normale MS-Wahnsinn).

Encodet wird aus der Editinganwendung heraus, ähnlich wie mit dem DIVX-Codec etc.
So sah das mal in Premiere 6 aus (dieser Absatz kann überlesen werden - er ist erkennbar veraltet):



3 Karteikarten stehen zur Verfügung:

Es fällt auf, das alle Werte sehr hoch eingestellt sind, schlecht, da der VCM eine verdammt schnelle CPU braucht. Die Performance also auf Faster stellen und die Complexity zum Anfang erst mal auf Simple.



Die Interlacing-Einstellungen schauen schlimm aus - hier gilt die alte Regel: für Monitor immer deinterlacen. Wer auf Nummersicher geht, erledigt das vorher in Virtual Dub.

Die 3. Karteikarte schaut mich so seltsam an. Gibt es jemanden, der damit was anfangen kann?

Ton muss extra eingestellt werden! ACPCM ist ein komprimiertes Audioformat, leider ist auf der Maschine kein MP3, geschweige denn AC3.

Die Qualität ist wirklich gut und Punkt. Leider gibt es aber begründete Verdachtsmomente, dass dieser "Spezialcodec" von MS etwas unkontrolliert durchs System geistert und seltsame Dinge bewirkt. Wie gesagt ein Verdacht, aber ohne ihn laufen einige Videoprogs wieder einwandfrei (?)....
Außerdem streamen die VCM-AVI-Files nicht (?). Eh egal. Es ist so uninteressant.

Nachwort: Mit den neuen Mozilla/ Firefox-Browsern ist wieder alles anders geworden (zum Glück muss man sich dafür jetzt nicht mehr um Opera kümmern). Deswegen encodiere ich aktuell folgendermaßen: In Encoder 9 mit V7 (= WMV1). Warum ?? - wird in der HTML-Einbindung erläutert. Ich bilde mir ein, so gibt es größere Abwärtskompatibilität, d. h. die Videos laufen auch auf WIN98 - Systemen. Aber da gibt es noch den Haken mit dem Mozillabug...

Der aktuelle V9 (=WMV3)-Codec ist natürlich besser und heute (2008) ist das leidige Thema mit der Kompatibilität sowieso erledigt (es gibt nur noch XP und Vista).
Aktuell ist die Qualität so gut, dass das ganze Realmedia-Ding völlig uninteressant geworden ist. Näheres in StupidBad.

 
 
>> zur Winmedia-Einbindung in Webseiten>>


 
  << zurück zur Windows Media-Einleitung <<  
  << zum Tutorialstart <<